Cultural Events

Migwan regularly offers a variety of cultural activities. We appreciate your participation and your ideas .

Please contact Orah Mendelberg orah@migwan.ch for further information.

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Sunday, April 21st 2024, 3:00 p.m.

Migwan, Herrengrabenweg 50, Basel

The unique Jewish history of Sulzburg in Baden (Germany)

Speaker: Anna Längström

The last centuries of Jewish history in the three-country region were characterized by many ups and downs and political challenges up until the Second World War. The small town of Sulzburg in southern Baden plays a special role, as a center of Jewish life grew here over the centuries, which was not to be found anywhere else and has often flourished despite the politically difficult landscape. Even back then there were connections to Switzerland and the Alsace. In this lecture we will explore the special features of this otherwise very tranquil place, as well as the special conditions of entry to Basel during the National Socialist era.

Anne Längström was born in Basel in 1989 and grew up mostly in Germany. She works as a lawyer in a large fashion company. She is studying Jewish studies and philosophy at the University of Basel. The lecture is based on research work.

Registration is required via email to Orah Mendelberg: orah@migwan.ch

Flyer:
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Remembering means not only looking back, but also looking forward!

Impressions:

 

 

A big thank you to Lea, Oliva and Anne-Sophie, you did a wonderful job!

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short story of Anne-Sophie:  (in German)

Gedenkanlass 16.01.2024

Kurzgeschichte, Anne-Sophie Grosz

Ein Klassenzimmer wie es die meisten kennen werden. Die Wände voll mit Plakaten, welche von Schülern gestaltet wurden. Eine tickende Uhr hing an der Türe. Emma und Rahel sassen in diesem Klassenzimmer und hörten dem Lehrer aufmerksam zu als dieser über die Pest und die damit einhergehende Verbrennung der Juden auf der Rheininsel erzählt. Als die Lektion zu Ende war sagte Emma zu ihrer Freundin: «Das ist ziemlich brutal was da alles geschehen ist, irgendwie habe ich das Gefühl das die Menschen schon immer etwas gegen die Juden hatten, meistens sind sie die Opfer und werden schlecht behandelt oder eben sogar umgebracht.» «Du hast Recht» antwortete Rahel « Es wird sehr viel über das Leid geredet, was den jüdischen Menschen zugefügt wurde und leider häuft sich in der Geschichte da auch so einiges an.» Anschliessend fügte Rahel noch mit eindringlicher Stimme hinzu: «Ich finde es sehr wichtig, dass darüber geredet wird und dass das nicht in Vergessenheit gerät. Aber weisst du was, ich würde dir gerne auch mal noch das Jüdische Leben zeigen. Das Jüdische Leben, welches ich lebe» «Ah ja stimmt du bist ja jüdisch, das hatte ich gar nicht mehr so im Kopf, davon merkt man ja gar nichts.» «Ja man nimmt es vielleicht nicht immer so wahr, aber es ist da, glaub mir. Soll ich es dir zeigen?» Emma lächelte neugierig und nickte. Am nächsten Samstag gehen Emma und Rahel zusammen in die Synagoge. Rahel erklärt Emma alle möglichen Sachen, die sie zum Gottesdienst wissen muss und sie erzählt auch, was sie schon alles dort erlebt hat. Zum Beispiel wurde sie als vollwertiges Mitglied der Gemeinde aufgenommen, als sie ihre Bat Mizwa machte. Und sie ist nicht die einzige, jedes Jahr gibt es neue Bat und Bar Mitzwas. Im Religionsunterricht habe sie hier auch schon viel erlebt. Ob dies nun das Hammantaschen-Backen war oder das gemeinsame Liedersingen; Rahel kann viel erzählen. Schon als sie klein war, sie kann sich selbst gar nicht mehr wirklich daran erinnern war Rahel schon in Kindergottesdiensten, im sogenannten Simcha. Nachdem man die Torah, eine etwas kleinere als normal, anschauen durfte und der Rabbiner noch etwas Kurzes dazu sagte was darin stand, folgte das gemeinsame Spielen. So bekommt man schon früh die jüdische Religion und das jüdische Leben mit. «Bis heute ist das Judentum ein Teil von mir und ein Teil von meinem Leben. Wenn auch anders als früher. Ich gehe nicht mehr in den Kindergottesdienst oder in den Religionsunterricht, man fängt an seine eigenen Wege zu gehen. Trotzdem kommen wir Jugendlichen in Jugendgruppen immer wieder zusammen. Ich geniesse es mich mit anderen Jugendlichen über unser jüdisches Leben auszutauschen unsere Gemeinsamkeiten zu erkennen und anschliessend auch zum Beispiel zusammen ein bisschen Hebräisch auf dem Handy zu lernen. Denn zusammen macht es immer mehr Spass.» dies erzählte Rahel Emma noch auf dem Heimweg als der Tag sich schon langsam dem Ende neigt und die Sonne sich orange färbt. Emma hatte heute vor allem zugehört doch eine letzte Frage hatte sie noch: «Warum ist es dir eigentlich so wichtig mir das jüdische Leben zu zeigen?» fragte sie. Rahel antwortete darauf «Weil das Judentum zurecht in vielen Geschichtsbüchern erwähnt wird, das aber noch lange nicht heisst, dass das Judentum nur Geschichte ist.»