„Meet the Author“

Unsere nächsten Lesungen bis März 2023:

 

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Sonntag, 12. Februar 2023, 16.00 Uhr

Herrengrabenweg 50, Basel

Lesung mit Sylvia Eichenwald Bodenheimer

„Paminas Traum vom Leben“

Moderation: Gabriel Heim und Dr. med. Regine Mahrer

Lesung mit S.E.B. neu 1 PDF-1

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Mittwoch, 15. März 2023, 19.30 Uhr

Herrengrabenweg 50, Basel

Die Autorin Irène Speiser lädt ein zu einer Lesung mit Werkstattgespräch:

„Stimmung für Violoncello solo“

Moderation: Michael Guggenheimer

 

Nachlese der Buchbesprechung „Ultraorthodox“ von Rabbiner Akiva Weingarten, in Basel
(Janos Morvay)

Akiva Weingarten ist ein warmherziger Mensch, das spürt man gleich am Anfang der Veranstaltung der Lesegruppe im Cercle in Basel, wo die Begegnung mit ihm stattfindet. Eingeladen haben dazu die Liberale Jüdische Gemeinde Migwan, das Jüdische Museum der Schweiz und die Jüdisch-Christliche Akademie. Dorothee Adrian, Religionsredaktorin (Radio SRF2 Kultur), moderierte das Gespräch mit dem Rabbiner, begrüsste das Publikum, das Interesse war sehr gross, die Lesegruppe erweiterte sich für diesen Anlass mit achtzig Gästen aus der Region und mit der Partnergemeinde Or Chadasch aus Zürich.
Es war wie eine Live-Sendung aus dem Radiostudio, lebendig gestaltet. Der Rabbiner und die Redaktorin lasen abwechslungsweise einige Passagen aus seinem Buch, worin der Autor aus seinem Leben erzählt. Fragen kamen aus der Lesegruppe, sie haben sich mit Inputs (Emotionen, Denkanstösse, Fragen) schriftlich anhand des Buches vorbereitet, sowie vom Publikum spontan.
Auf die Fragen bekamen wir authentische Antworten aus dem Leben und Wirken des Rabbiners, sein Weg aus der Satmarer Gemeinschaft, ergänzt mit Erzählungen aus der jüdischen Geschichte, vom Alltagsleben. Wir hörten von ihm, wie er sich in die säkulare Welt hinein bewegt hat, wie er seine heutige Beziehung zum Judentum entwickelt hat. Mit seinem Beispiel und dem von ihm gegründeten Verein will er Menschen helfen, die ihren eigenen Weg suchen. Der Weg führt von Judentum zu Judentum.
Inputs und Fragen der Lesegruppe und der Besucher waren, wie die Satmarer die Ursache der Schoah deuten (Schuldzuweisungen an das jüdische Volk, wodurch die Nazis entlastet würden), aus dem Familienleben, die Sexualität, Reaktionen auf das Buch und ähnliches. Oder eben das wichtige Thema, die Ausgrenzung. Man fühlt sich nicht dazu gehörig, weil man nicht gut, sprich fromm genug ist. Wer nimmt sich das Recht zu urteilen?
In dieser Veranstaltung war sehr wichtig, Kontroversen auszutragen, nicht auszuweichen von Themen, die andere beschäftigen, den Dialog, die Diskussion suchen. Im Abschluss konnten sich Interessenten für die erweiterte Lesegruppe während der Verpflegung (jewish-vegan) melden. Wer noch mehr wissen will, soll das Buch aufmerksam lesen. Wir hoffen auf eine baldige, nächste Zusammenkunft mit Rabbi Akiva auch in anderen Städten (z.B. Zürich?).
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